Stellungnahme der Baroness Yerin’Tar Aliska de Mabiq zu den jüngsten Ereignissen
Bote: Verehrte Baroness, Ihr seid als Einzige unbeschadet der Befragung des Mörders Caleb von Rauenfels entkommen. Wem oder was habt Ihr dies zu verdanken?
Baroness: Unzweifelhaft der Gnade Heranes. Sie ist mit denen, die nach Klarheit und Wahrheit streben.
Bote: Die Acht scheinen es in der Tat gut mit Euch zu meinen, wenn sie Euch errettet haben, statt die ehrwürdige Lotharienpriesterin Selina von Ährenfeld, Zoltan sei ihr gnädig, die mit Euch die Befragung durchführte. Könnt Ihr uns aus Eurer Sicht die Geschehnisse berichten?
Baroness: Von Rauenfels begann rasch wirr und mit verzerrter Stimme zu sprechen. Auch hatte er einen irren Ausdruck im fahlen Gesicht, das nichts Menschliches mehr hatte. Der Dämon hat uns verlacht und bedroht, dann riss er seine Fesseln auf und griff die Wachsoldaten an, mögen sie in Frieden in Zoltans Hallen ruhen.
Bote: Was geschah dann? Die Priesterin sprach die Bannung, nicht wahr? Hat der Dämon sich von den heiligen Worten beeindruckt gezeigt?
Baroness: Nicht im Geringsten. Leider ist dies nicht verwunderlich, denn wenn wir den alten Schriften Glauben schenken können, ist der Dämon, der von ihm Besitz ergriffen hatte, nicht irgendein namenloses Scheusal, sondern der Herr des Chaos und der Verwirrung. Er ist Gelehrten dieser düsteren Geschichte Andurins als Shagaz bekannt.
Bote: Shagaz also. Ihr habt auch ausgesagt, dass Ihr dies an dem Symbol erkannt habt, das von Rauenfels auf seinem Unterarm trug. Wir werden es hier abdrucken, damit die Bürger Andurins gewarnt sind.
Baroness: Auf keinen Fall! Symbole und Namen können ihre eigene Macht entfalten, wir sollten sie nicht ohne Vorbereitung nennen, noch sie weitertragen.
Bote: Wer den Feind nicht kennt, kann sich nicht schützen. Wir sind der Wahrheit verpflichtet und werden das Volk dementsprechend informieren.
Baroness: Ich rate strengstens davon ab! Dieser Torheit will ich nicht weiter Vorschub leisten. Ich empfehle mich. Hütet Euch vor der Finsternis!
Bote: Wir danken Euch für das Gespräch, Euer Hochwohlgeboren.
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